Wohnanlage Tassiloplatz

Erfolgsgeschichte Wohnanlage Tassiloplatz München

Wohnanlage Tassiloplatz

Erfolgsgeschichte Wohnanlage Tassiloplatz München

Der Flächenmangel in Deutschlands Metropolen geht auch an lokal stark verankerten Produktionsbetrieben nicht spurlos vorbei. Insbesondere wenn diese erfolgreich sind und expandieren müssen. Die Bernbacher Nudelfabrik musste nach 77 Jahren ihren Standort am Münchner Tassiloplatz aufgeben, um eine deutlich modernere und produktivere Produktionsstätte in Hohenbrunn errichten zu können.

Die alte Nudelfabrik wurde komplett abgerissen und wich einem neuen Wohnquartier, welches durch seine urbane Lage eine besondere Anziehung für Neubewohner darstellt. So besteht die Umgebung zum Teil aus jungen Wohnquartieren, Büros und diversen Freizeitangeboten. Und auch der Marienplatz ist gerade einmal zwei S-Bahnstationen vom Tassiloplatz entfernt. Die zentrale Lage stellte jedoch auch eine besondere Herausforderung dar, denn von Seiten der angrenzenden Bahninfrastruktur gehen unzulässig hohe Lärm- und Erschütterungsemissionen aus.

So wurde die Südfassade der Wohnanlage Tassiloplatz sehr nah (ca. 25 m) an die bestehende Bahnlinie München Hauptbahnhof – München Ost und München Pasing herangebaut, damit auf der Gebäuderückseite ein großzügiger, teils öffentlicher Innenhof realisiert werden konnte. Die beteiligten Planer prpm Architekten + Stadtplaner und das Meßbüro Manz GmbH sowie die Bauphysiker der REGUPOL BSW GmbH haben ein geeignetes Lösungskonzept erarbeitet, welches durch eine fachgerechte Maßnahmenumsetzung letztlich qualitätsvolles Wohnen möglich gemacht hat.

Wie schafft man neue Lebensräume mitten in der Stadt? Gemeinsam.

So wurde der Neubau auf einer Fläche von 2 630 m² auf ein elastisches Lager (REGUPOL vibration Range) gestellt. Daneben wurden die Kelleraußenwände über eine Fläche von 1 420 m² schwingungsisoliert zum Erdreich getrennt. Anhand eines Erschütterungsgutachten, welches auf Messungen am fertiggestellten Objekt basiert, konnte nachgewiesen werden, dass die Schallpegel teilweise deutlich unterschritten wurden bzw. dass die zulässigen Werte innerhalb eines allgemeinen Wohngebietes (WA) bei Tag und Nacht eingehalten werden.

Durch die zusätzliche Schrägstellung der einzelnen Gebäudeteile verhalfen die Architekten den künftigen Bewohnern zu weiterem Lärmschutz. Die zur Bahnlinie und Balanstrasse hin orientierten Wohn- und Schlafräume erhielten außerdem zur Belichtung und Belüftung lärmgeschützte verglaste Balkone, mit denen die Schallpegel des Schienen- und Straßenlärms auf das notwendige Maß reduziert wurden.

Schlussendlich ist durch die Umwandlung eines Gewerbeareals in “bester und zugleich kritischer Lage“ ein Wohnquartier mit 225 Wohneinheiten entstanden. Durch intelligente und technisch anspruchsvolle Maßnahmen ist es gelungen, eine ruhige Wohnqualität in Kombination mit ansprechenden Freiflächen zu realisieren. Ein Projekt wie dieses, welches die doppelte Innenentwicklung so eindrucksvoll verkörpert, wurde in der Genehmigungsphase natürlich auch seitens der Stadtgestaltungskommission einstimmig akzeptiert

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